Schneller als man denkt sind die ersten Monate, genauer das erste Quartal des Jahres schon wieder rum. Und das bedeutet auch, dass man recht zeitig wieder mit den Klausurvorbereitungen anfangen muss. Ich hab es mal wieder ein bisschen zu ruhig angehen lassen. Und die Tage die ich eigentlich als zusätzliche Lerntage eingeplant hatte, mussten dann leider auch für andere Sachen geopfert werden. Wenigstens hatte ich ein paar Pflichtermine einstreuen können, an denen ich mit dem Kollegen lernen konnte.
Effektiv waren das aber nur drei Termine. Und in der letzten Woche vor der Klausur wurde dann klar, dass das nicht reichen wird. Da waren dann doch noch einige Lücken. Das führte dann dazu, dass ich den Freitag vor der Klausur nahezu vollständig dazu nutzen musste, die verbliebenen Lücken zu füllen. Das konnte aber natürlich nicht klappen. Und so blieben ein paar Lücken bestehen. Trotzdem war ich eigentlich ganz zuversichtlich die notwendigen Punkte, plus noch ein paar Extrapunkte einholen zu können.


Als ich die Klausur dann zum ersten Mal überflog wurde klar, dass das Schicksal diesmal nicht so nachsichtig mit mir und meinem Lernverhalten war. Da hat mich die Klausur bei gleich zwei eigentlich sicher geglaubten Aufgabentypen eiskalt erwischt. Ich musste mir also an verschiedenen Stellen ein bisschen was aus den Fingern saugen. Und jetzt muss ich hoffen, dass ich getroffen hab. Das hat mir ehrlich gesagt ein bisschen die Stimmung am letzten Samstag verhagelt. Die vermeintlich leichteste Klausur des Semesters so weggeschenkt. Und selbst wenn ich es doch irgendwie geschafft hab, hab ich mir doch den bisher noch so guten Durchschnitt versaut. Hoffen wir mal das Beste.
Trotzdem hat das meiner Motivation natürlich überhaupt nicht gut getan. Ich hatte eh schon kaum Lust mich mit dieser ganzen Zahlenschieberei in Sachen Buchhaltung zu beschäftigen. Jetzt muss ich mich mit noch mehr Zahlenschieberei in Sachen BWL beschäftigen.
Ich hab jetzt wieder nur noch zwei Wochen bis zur Klausur. In der letzten Woche hab ich mich aber immerhin schon mal mit dem Gesamtinhalt auseinandergesetzt. Es wird aber wieder mal denkbar knapp. Die Inhalte aus der Betriebswirtschaft wollen einfach nicht hängenbleiben. Außerdem denke ich die ganze Zeit daran, welchen Umfang die Formulierungen für die Antworten der Klausurfragen haben und da sehe ich einen weiteren Knackpunkt. Ich bin jetzt nicht grad ein Formulierungstalent. Ganz besonders nicht, wenn es darum geht Fakten und Schlüsselwörter in sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Ich brauche dafür prinzipiell immer doppelt so lange wie andere. Aber das kann ich mir absolut nicht erlauben, denn dann werde ich niemals fertig in neunzig Minuten.
Stand heute sehe ich absolut schwarz. Morgen ist die erste Runde für mich mit den Kommilitonen. Da werde ich hoffentlich ein paar Sachen in dem Umfang rekapitulieren können, dass ich das auf Abruf, schriftlich niederlegen kann. Den einen, eher mathematisch ausgelegten Aufgabentyp, der in der Vergangenheit regelmäßig vorkam, sollte ich meistern können. Alles was theoretischer Natur ist, wird noch eine Menge Vorbereitung brauchen. Und dann kommen ja noch zwei Klausuren von denen die eine wieder tagelanges rechnen zu Übungszwecken nötig macht.

Die Motivation ist jedenfalls an einem ersten, kritischen Tiefpunkt angekommen. Das Ziel, mindestens die Hälfte aller Klausuren im ersten Versuch zu bestehen, könnte in Gefahr geraten. Da spricht aber auch wieder der „Schwarzmaler“ aus mir. Immerhin hab ich erst eine von vier Klausuren geschrieben. Und das Ergebnis der einen, liegt mir noch gar nicht vor.
Es geht jetzt aber darum, sich selbst zu motivieren und sich aus dem Tief zu ziehen. Es ist tatsächlich noch ein bisschen sehr früh um den Kopf in den Sand zu stecken.
Und vielleicht sieht es ja in zwei Wochen schon wieder ganz anders aus.

 
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