Freitag, 18. September, heute wäre eigentlich die erste Informatik-Präsenzveranstaltung gewesen. Aber ich hab ja schon nach der letzten Freitagsveranstaltung beschlossen, auf die Freitagsevents zu verzichten, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Und Informatik im ersten Semester bedeutet im Klartext „Grundlagen der Informatik“. Beim Durcharbeiten der Studienbriefe wird einem dann auch klar, wenn die schreiben Grundlagen, dann meinen die „Grundlagen“. Angefangen wird irgendwo beim Digitalisieren eines Signals, über die Wege die dieses Signal geht, zu den rudimentären Abläufen und dem Aufbau eines Computers. Wenn man sich schon mal irgendwie weiter mit seinem Computer auseinandergesetzt hat, als ihn anzuschalten und den Browser zu öffnen, dann sind manche Dinge davon bereits bekannt. Wenn man dann noch ein wenig Interesse für die Technik aufbringt, die man inzwischen tagtäglich nutzt, dann kann man diese vielen einzelnen Zusammenhänge auch recht schnell begreifen. Wenn man die vielen Fakten dann in seinem Kopf geordnet bekommt, hat man schon fast den ersten Studienbrief abgehakt. Für technikaffine Menschen sollte dieser Teil kein Problem darstellen.

Bis zum Maschinenbefehl und dem Binärcode sollte wohl jeder angehende Ingenieur seinen Computer verstanden haben. Warum ich meine DVD-Rom trotz des Brennerlaufwerks an meinem Notebook nicht neu bespielen kann, wird sich wohl auch jeder merken können, wenn er die technischen Hintergründe dazu einmal gelesen hat. Und auch für den ein oder anderen versierteren Benutzer finden sich sicherlich noch ein paar interessante Fakten, die noch nicht bekannt waren. Ansonsten hält „Grundlagen der Informatik - Teil 1“ keine Überraschungen bereit. Wie in wahrscheinlich jedem Informatik-Grundlagen-Kurs sollte man in der Lage sein ein paar Binärzahlen in Hex- oder Dezimalzahlen umzuwandeln. Oder eben umgekehrt.

Richtig interessant wird es eigentlich immer erst, wenn es darum geht eine der vielen Sprachen oder Dialekte zu lernen, mit denen die Informatik zum Leben erweckt und für jedermann sichtbar wird. Während meines ersten Studiums hieß das Modul „Bauinformatik“ (es wurde sowieso eigentlich überall der Präfix Bau- vorgesetzt, um die Sache irgendwie zu was Besonderem zu machen), und das Ziel war es, VBA (Visual Basic for Applications) zu erlernen und damit eine Anwendung zu erstellen, mit der sich eine bautechnische Aufgabe lösen lässt (sehr einfach ausgedrückt). Im Informatik-Modul des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen geht es zu meinem Glück nun um die betriebswirtschaftliche Anwendungsmöglichkeit. Und da trifft man unweigerlich auf das größte und wichtigste Fundament in der Datenverarbeitung. Die Datenbank. Wie ist das Konzept? Wie wird sie erstellt? Wie kann ich sie nutzen? Und wenn ich Daten aus einer Datenbank nutzen will, muss ich sie irgendwann abfragen. Und deswegen lernen wir heute SQL. Die ganze Sache halt ich schon mal für sehr viel sinniger als VBA, aber das ist ein anderes Thema. SQL ist also der zweite wesentliche Teil den man sich aneignen muss, will man das erste Informatik-Modul erfolgreich abschließen.

Mit Blick auf den voraussichtlichen Inhalt der ersten Vorlesung, hatte ich aber noch weniger Lust am Freitag-Nachmittag im Studienzentrum zu sitzen. Also hab ich drauf verzichtet. Wenn es wichtige Informationen gibt, kann T. mir die mitteilen. Und die Grundlagen aus den ersten Studienbriefen kann man sich auch gut gerne allein reinziehen. Wenn es dann um die Datenbanken geht, schau ich vielleicht mal in der Vorlesung vorbei. Kann dann vielleicht sinnvoll sein, mit einem Dozenten zusammen die wichtigsten Sachen nochmal durchzugehen.

Morgen ist die zweite (und auch gleichzeitig die letzte) Präsenzphase Englisch. Da werde ich auf jeden Fall dabei sein. Die Klausur ist schon in drei Wochen. Und mit noch so einer Vorlesung wie beim letzten Mal, wird man dann perfekt darauf eingestimmt sein. Außerdem glaub‘ ich, das wird lustig. Kaffee und was zu essen mitnehmen und dann einen netten Plausch mit Mr. C. halten. Und danach geht’s dann auch schon los mit der ersten Klausurvorbereitung.

 
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