Ich hatte beschlossen nach der Infoveranstaltung noch eine Nacht drüber zu schlafen und dann endgültig zu entscheiden, ob ich diesen Schritt nun gehe, oder mir eine andere Beschäftigung suche die mir den benötigten Input bringt. Aber nach so viel Recherche und dem immer wiederkehrenden Gegrübel darüber, wie es wohl sein würde, gepaart mit der stechenden Frage ob man es denn schaffen kann, war die Entscheidung eigentlich schon getroffen.
Jetzt muss die Anmeldung durchgezogen werden. Lässt man jemanden wie mich zum Studium des Ingenieurwesens zu? Die Antwort darauf ist mit diesem Blog schon gegeben. Denn er hätte keine Daseinsberechtigung wenn die Antwort „Nein“ lauten würde. Aber ein paar Kleinigkeiten müssen dafür noch erledigt werden.


Fast alle benötigten Formulare wurden mir am Infoabend mitgegeben. Eine Checkliste mit zusätzlich benötigten Dokumenten war auch dabei. Beglaubigte Zeugnisse? Irgendwo hab ich welche. Ich hab einen ganzen Satz Kopien beglaubigen lassen als ich von der Schule abgegangen bin. Nach der Ausbildung hat man mir gleich welche beigelegt. Was für ein netter Zug das von Seiten der Berufsschule und der Handwerkskammer war, bemerk ich erst heute wieder. Aber wo ist der ganze Rotz? Nach vier oder fünf Umzügen und unzähligen Auf- und Umräumaktionen kann das überall sein. Gut wenn man da Ordnung gehalten hat. Nicht lange und ich hab den betreffenden Karton gefunden. Also, Zeugnisse…check!
Ein Passfoto??? What the F…!!! Ach ja, für den Studentenausweis. Jenes Dokument das meine Immatrikulation bestätigt und das mir dann hoffentlich bald wieder das Gefühl der Jugendlichkeit zurückbringt, wenn ich es an verschiedener Stelle herausziehe um meine Ermäßigung einzufordern – hehehehe. Wie der Zufall so will, hab ich erst vor kurzem welche machen lassen. Die sind nicht schön, aber das waren sie noch nie. Inzwischen hab ich eingesehen dass es wohl an mir liegen muss. Das ist aber ein Umstand mit dem ich mich schon vor langer Zeit abgefunden hab.
Also, Passfotos…check!
Anmeldeschluss für das Herbstsemester ist der 15.05. 2015, bis dahin müssen alle Unterlagen eingegangen sein. Alles ordnungsgemäß ausgefüllt und ab damit in den Briefkasten. Dann erst einmal abwarten was passiert. Unterschrieben und abgeschickt hab ich die Anmeldung am 12. April. Eingegangen und geprüft worden sind die Unterlagen laut Stempel ein paar Tage später, am 16. .
Schon am 17. April wurde ein Schreiben an mich adressiert in dem mir der Eingang der Unterlagen bestätigt wurde. Nicht viel später hab ich dieses Schreiben bekommen in dem ausserdem stand dass ein wichtiges Dokument fehlt. Der genaue Titel war: „Nachweis über berufspraktische Kenntnisse in kaufmännischen und technischen Bereichen in amtlich beglaubigter Form.“
Das hat mich verwirrt, weil ich gedacht hab ich hätte diesen Nachweis mit der beglaubigten Urkunde meiner Ausbildung erbracht. Aber scheinbar war dem nicht so. Also hab ich die gute Frau angerufen, die dieses Schreiben aufgesetzt hat. Die hat mir dann erklärt das ein kurzes Schreiben meines Arbeitgebers – auf dem Firmenbriefpapier – mit einer Erklärung meines Tätigkeitsfeldes in der Firma, in meinem Fall ausreichen wird. Kurzerhand bin ich also mit dem Anliegen zu meinem Chef. Und teilnahmslos wie der Gute solchen zeitraubenden Lappalien gegenübersteht, sagt der sinngemäß: „Ja dann setz irgendwas auf und bring mir das zum Unterschreiben!“ Gesagt, getan. Dieses letzte Dokument – das man ohne Übertreibung als beherzten Euphemismus als Beschreibung meiner beruflichen Tätigkeit beschreiben kann – ging dann am 23. April per Post an die Hochschule. Jetzt wieder abwarten.

 
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